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Fotoausflug zu den Nibelungebrücken von Worms

Die Nibelungenbrücken in Worms am Rhein (Quelle Wikipedia) Und hier geht es zur Bildergalerie Nibelungenbruecken Worms

Die Nibelungenbrücke verbindet die rheinland-pfälzische Stadt Worms über den Rhein mit den hessischen Städten Lampertheim und Bürstadt.

Die Brücke im Verlauf der B 47, hier identisch mit Nibelungen- und Siegfriedstraße, ist die einzige Straßenbrücke zwischen Mannheim im Süden und Mainz im Norden. Sie wurde nach der Nibelungensage benannt und birgt mit dem Nibelungenturm eine Wormser Sehenswürdigkeit.

Aufgrund von gewachsenem Verkehrsaufkommen und Sanierungsbedürftigkeit wurde von 2005 bis 2008 parallel zur „alten“ die „neue“ Nibelungenbrücke errichtet. Nach vollendeter Sanierung der bis voraussichtlich 2013 gesperrten „alten“ Brücke führen die zwei Fahrstreifen der „alten“ Brücke stadteinwärts und die zwei der „neuen“ stadtauswärts. Beide Brücken verfügen über kombinierte Fußgänger- und Radfahrwege.

Geographische Lage

Die Nibelungenbrücke steht unmittelbar östlich der Stadt Worms und leitet mit den hier auf der B 47 verlaufenden Ferienstraßen Nibelungen- und Siegfriedstraße über den Rhein zum Lampertheimer Stadtteil Rosengarten und zur weiter östlich befindlichen Stadt Bürstadt über. Die zwischen den Rheinkilometern 443 und 444 errichtete Zwillingsstraßenbrücke verbindet die rheinland-pfälzische Region Rheinhessen im Westen mit dem Hessischen Ried im Osten.

Auf rheinland-pfälzischer Seite und damit westlich der Nibelungenbrücke hat die B 47 direkt an der Brücke Anschluss an die B 9. Westlich des Rheins breitet sich die Wormser Kernstadt aus, nordwestlich der Brücke liegt der städtische Festplatz, unmittelbar nördlich die Rheinpromenade mit Restaurants, kleiner Parkanlage und Hagendenkmal und etwas südlich des Bauwerks befindet sich der „Floßhafen“. Unter der westlichen Vorlandbrücke hindurch führt die Hafenbahn Worms. Auf hessischer Seite und damit östlich der Brücke hat die B 47 bei Bürstadt Anschluss an die B 44. Östlich des Rheins erstreckt sich entlang des Flussufers etwas stromabwärts das Naherholungsgebiet Maulbeeraue mit einem dieses östlich abgrenzenden Altrheinarm.

Erste bzw. „alte“ Nibelungenbrücke (seit 1953)

Um die Verbindung zwischen Worms und der rechten Rheinseite nach dem Zweiten Weltkrieg wieder herzustellen, wurde zunächst eine Pontonbrücke und später eine Schleppfähre eingesetzt. Das Provisorium konnte jedoch nur den dringendsten Bedarf decken. Erst ab 1948 stand mit der behelfsmäßigen Rheinbrücke Worms, die damals als Eisenbahn- und Straßenbrücke fungierte, eine feste Rheinquerung im Raum Worms zur Verfügung.

Trotz des erkennbaren Bedarfs rückte der Neubau einer Straßenbrücke erst im Herbst 1949 durch eine Denkschrift der Stadt Worms in den Fokus der Politik. Bereits im Frühjahr 1950 wurde Verhandlung zwischen den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz und dem Bund aufgenommen und im Herbst 1950 mit den Vorarbeiten für den Neubau begonnen. Dabei wurde der stark beschädigte östliche (rechtsrheinische) Torturm oberhalb der Fahrbahn abgetragen, der drei Stockwerke hohe Sockel unterhalb der Fahrbahn blieb erhalten.

Baubeginn für die Strombrücke mit einer Spannbeton-Hohlkasten-Konstruktion war im Mai 1951, die Einweihung fand am 30. April 1953 statt. Die 316 m lange Strombrücke ist „Deutschlands erste große Spannbetonbrücke im Freivorbau". Sie besitzt einen gevouteten, zweizelligen Hohlkastenquerschnitt mit einer Hauptstützweite von 114,2 m und wurde nach einem Entwurf von Ulrich Finsterwalder und Gerd Lohmer im Freivorbau auf den Senkkästen der vorherigen Brücke errichtet. Der insgesamt 744 m lange Brückenzug weist neben der Strombrücke eine östliche, 292 m lange und eine westliche, 137 m lange Vorlandbrücke, jeweils eine Gewölbebrückenkonstruktion, auf.

Die „alte“ Nibelungenbrücke war dem Verkehrszuwachs zwischen 1953 und 2005 nicht gewachsen, weshalb sie gerade zu Stoßzeiten stark überlastet und inzwischen auch sanierungsbedürftig war. Sie ist vom 16. September 2008, als nach Verkehrsfreigabe der parallel errichteten „neuen“ Brücke mit ihrer Sanierung begonnen wurde, bis voraussichtlich 2013 für den Verkehr gesperrt.
Parallelbau „neue“ Nibelungenbrücke (seit 2008)

Bundesstrasse 47 Neue Nibelungenbrücke Worms
Neue Nibelungenbrücke Worms
Bau der „neuen“ Nibelungenbrücke über den Rhein (06/2006)
Überführt Bundesstraße 47
Querung von Rhein
Ort Worms und Lampertheim-Rosengarten
Unterhalten durch Bund und Land Rheinland-Pfalz
Konstruktion Spannbeton-
Hohlkastenbrücke
Gesamtlänge 744,30 m
Breite 16,75 m
Längste Stützweite 114,20 m
Baukosten 16 Mio. Euro
Baubeginn 4. Mai 2005
Fertigstellung 2008
Freigabe 12. September 2008

Aufgrund starken Verkehrszuwachses und erheblicher Sanierungsbedürftigkeit der „alten“ Nibelungenbrücke wurde am 4. Mai 2005 der Grundstein für die zweite, parallel verlaufende Rheinbrücke wenige Meter flussaufwärts gelegt. Die „neue“ Nibelungenbrücke wurde, genau wie die „alte“ Brücke, im Freivorbau errichtet und hat die gleichen Stützweiten. Die Bauaufsicht und -leitung lag beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz.

Der Neubau der Brücke wurde am 12. September 2008 vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, den Verkehrsministern von Rheinland-Pfalz und Hessen, Hendrik Hering und Alois Rhiel, sowie dem Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel, im Rahmen eines Brückenfestes eingeweiht. Nach dem Fest wurde Mitte September mit der Sanierung der „alten“ Nibelungenbrücke begonnen, für die das Land Hessen verantwortlich zeichnet. Dazu wurde der komplette Verkehr auf die neue Rheinquerung verlegt.

Ab 2013 sollen vier Spuren für die Rheinquerung zur Verfügung stehen. Über die „alte“ Nibelungenbrücke wird dann der stadteinwärts führende und auf der „neuen“ der stadtauswärts verlaufende Verkehr fahren.

 

Zum Fotoausflug :

Es gibt sehr unterschiedliche Darstellungsformen solche Bauwerke zu fotografieren. Der Umstand, dass hier gleich zwei Brücken dicht nebeneinander gebaut sind macht diese Location für Hobbyfotografen natürlich sehr interessant. Die sehr unterschiedlichen Lichtsituationen zu allen Jahreszeiten ergeben immer schöne Motive. Seit Beginn der Bauarbeiten habe ich den Bau der neuen Nibelungenbrücke fotografiert, vielleicht gibt es demnächst eine separate Galerie. Bei dieser Fotostrecke möchte ich die unterschiedlichen Darstellungsweisen solcher Bauwerke vorstellen.