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Großbrand in Ludwigshafen Juni 2013

Und hier geht es zur interaktiven Panoramatour Grossbrand Ludwigshafen Juni 2013 (3 Szenen)

Großfeuer in Ludwigshafen/Rhein (Quelle Frankfurter Rundschau)

Nach dem Großfeuer in Ludwigshafen vom Wochenende herrscht Unklarheit über die Gefahr des beißenden Qualms. Beim Brand einer Lagerhalle am Samstagmittag auf der Parkinsel im Rhein waren große schwarze Qualmwolken freigesetzt worden, die weithin sichtbar über den Rhein Richtung Mannheim, Baden und Südhessen zogen. Zeitweise mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.

Erste Schadstoffmessungen der Feuerwehren ergaben, dass der in erster Linie nach Osten abziehende Qualm nicht giftig sei. Gebrannt hatte unter anderem Styroporgranulat, das eine für die BASF tätige Firma eingelagert hatte. Erst am Sonntag war der Brand gelöscht, bei den Arbeiten verletzten sich zwei Feuerwehrleute.

Allerdings sorgte eine gemeinsame Mitteilung der rheinland-pfälzischen und baden-württembergischen Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerien am Montagmorgen für Verwirrung unter den besorgten Anwohnern. Es gebe zurzeit keinen Anlass für Verkaufs- oder Verzehrverbote von Obst und Gemüse, teilten die Ministerien mit. Aber: "Gleichwohl seien sowohl Verbraucher, Handel als auch Landwirte aufgerufen, bei der Reinigung der Produkte besondere Sorgfalt walten zu lassen. Vorsorglich sollte Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten vor dem Verzehr erst gründlich gewaschen oder geschält werden", so die Empfehlung aus den Ministerien.

Nun würden Proben von Obst und Gemüse im Einzelhandel, auf den Großmärkten sowie auch direkt dem Acker entnommen, hieß es weiter. Erste Ergebnisse der Untersuchungen würden im Laufe der Woche erwartet. Erst dann wisse man, ob der Qualm gesundheitsgefährdend gewesen sei oder nicht.
Ursache unklar

Noch immer ist die Ursache des Großbrands in der Lagerhalle weiter unklar. Untersucht werde unter anderem, ob das Feuer durch Solartechnik auf dem Dach der Halle ausgelöst worden sei, sagte der Leiter der Ludwigshafener Feuerwehr, Peter Friedrich, am Montag. Einsatzkräfte hatten kurz nach Ausbruch des Brandes zahlreiche Lichtbögen im Deckenbereich gesehen. Es sei allerdings auch denkbar, dass die Leitungen der Solartechnik durch das Feuer beschädigt wurden und die Lichtbögen dadurch entstanden seien. Fest stehe bislang lediglich, dass der Brand auf dem Dach entstand. Die Schadenshöhe geht vermutlich in den zweistelligen Millionenbereich. (dpa/FR)