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04.02.2014 BASF Steamcracker

 

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Quelle: Wormser Zeitung

LUDWIGSHAFEN - (hbh). In 140 Metern Höhe brennt es. Eine gewaltige Feuerfackel schießt brüllend aus dem Kamin des Steamcrackers der BASF. Gleichzeitig bleibt man in der Umweltzentrale des Unternehmens ruhig. Wenn die Fackel des Steamcrackers brennt, bringt das hier niemanden aus der Ruhe. Denn wenn die Fackel anspringt, ist alles in Ordnung. Auch wenn es für Außenstehende angesichts des deutlich sichtbaren Feuerscheins und der Geräuschentwicklung anders aussieht.

„Wir haben in den vergangenen Wochen einen herannahenden Defekt in der Anlage registriert und den Steamcracker daher in der letzten Woche heruntergefahren, um den Defekt zu beheben“, erklärt der Betriebsleiter des Steamcrackers Martin Dahl. Beim Herunterfahren als auch beim erneuten Hochfahren entstehen in der Anlage für den BASF-Produktionsprozess nicht verwertbare Gasgemische, die über den Kamin nach außen geleitet und beim Verlassen des Kamins verbrannt werden. Auch in einem Notfall verhindert die Fackel das unerwünschte Austreten von Gasen, versichert man bei der BASF. „Die Gase werden zu 100 Prozent verbrannt“, so Dahl. „Nur Wasserdampf, Kohlendioxid und eventuell Ruß werden dann in die Umgebung entlassen“, meint er.

Eine Gefahr bestehe für die Anwohner keinesfalls. Nur gegen die Lärmbelästigung könne man wenig unternehmen. Deshalb versuche man, dies zeitlich zu begrenzen und nicht in der Nacht durchzuführen. „Schon aus rein wirtschaftlichen Gründen liegt es in unserem Interesse, die Standzeiten der Anlage so kurz wie möglich zu halten“, so Jarren Peters, stellvertretender Betriebslieter der Anlage. Bis zu 300 Tonnen Gas können über die Hochfackel stündlich verbrannt werden.

Rund 20 solcher Sicherheitsfackeln, die als Sicherheitseinrichtungen vorgeschrieben sind, gibt es auf dem BASF-Gelände. Besonders die Fackel am Steamcracker, der Ethylen und Proyplen, beides unverzichtbare Grundprodukte für die Herstellung vieler BASF-Produkte wie Kunststoffe oder Lacke, produziert, ist weithin sichtbar, wenn sie anspringt.

Anrufe beunruhigter Anwohner des Ludwigshafener Stadtteils Oppau und Beschwerden wegen des Lärms seien allerdings selten geworden. Meist sei es möglich, die Anwohner rechtzeitig über das Anspringen der Hochfackel zu informieren.

Die letzte reparaturbedingte Abschaltung des Steamcrackers und das damit verbundene Anspringen der Fackel datiert vom Dezember 2009. Rund 70 Anrufe aus der Nachbarschaft habe man im vergangenen Jahr in der 24 Stunden besetzten Telefonzentrale wegen Geruchs- oder Lärmbelästigungen oder wegen der Fackel registriert.